Berichte: 

Stall und Wohnhaus brannten wie Zunder

Feuer in landwirtschaftlichem Anwesen - Etwa 250 000 Euro Schaden - Wehren verhindern Ausbreiten der Flammen


Ruppertskirchen (frä). Aus noch ungeklärter Ursache ist in einem Anwesen in Kolmöd am Sonntagabend ein Brand ausgebrochen. Ein Stadel, ein Stall und das Austragswohnhaus brannten komplett nieder, eine Bewohnerin wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Der Schaden beläuft sich auf 200 000 bis 250 000 Euro Schaden.
Es hätte schlimmer kommen können, wie Kreisbrandmeister Helmut Schaitl wissen ließ. Heftiger Wind sorgte für starken Funkenflug. Hinter den betroffenen Gebäuden des ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebs befindet sich eine Holzhütte und unmittelbar dahinter beginnt der Wald. „Alles war aus Holz und ging lichterloh in Flammen auf.“
Begonnen hatte es laut Polizeibericht gegen 19.20 Uhr in einem Stadel, der etwa 20 auf acht Meter groß ist. Darin lagerten Brennholz, ein alter Traktor, ein alter Kipper, Holzschnitzwaren und landwirtschaftliche Geräte. Das Feuer sprang schnell auf den leerstehenden Stall und das angebaute Austragswohnhaus über. Darin befanden sich die Altbäuerin und ihr Mann, die von ihrer Enkelin auf das Feuer aufmerksam gemacht wurden. Sie gelangten noch unversehrt ins Freie, doch in Folge der Aufregung musste die Frau vom BRK ärztlich versorgt werden.
Nur kurz versuchten die Leute am Hof, dem Feuer selbst zu Leibe zu rücken. Dann übernahmen die Feuerwehren aus Ruppertskirchen mit Einsatzleiter Georg Stadler, aus Arnstorf, Hainberg-Neukirchen, Malgersdorf, Simbach b. L., Langgraben und Jägerndorf das Kommando. Während vier Wasserleitungen aufgebaut wurden, dämmte ein Tanklöschfahrzeug das Feuer ein. Dann versuchten die Einsatzkräfte, zumindest das neue Wohnhaus zu retten, was gelang. Allerdings zerbarsten durch die Hitze die Fensterscheiben. Beim Austragswohnhaus wurde das Obergeschoss total zerstört. Stadel und Stall waren am Ende nur noch ein Trümmerhaufen.
Hinweise auf eine Brandstiftung haben sich nicht ergeben, berichtet die Polizei. Die Ermittlungen zur genauen Klärung der Ursache dauern an.

Rottaler Anzeiger vom 09.05.2006      www.pnp.de
 

Gegen 17 Uhr am nächsten Abend rückten die letzten Einsatzkräfte der FF Ruppertskirchen vom Einsatzort ab.
Alarmierung: So, 07.05.06  19:24 Uhr

Weitere Einsatzbilder: mit freundlicher Genehmigung der FF Arnstorf